Aus für Cedric Sontowski

Ein letztes Mal traf sich heute die Mahnwache vor dem Wattenscheider Rathaus, um für ein »Wattenscheid ohne einen 2. stellvertretenden AfD-Bürgermeister« zu demonstrieren. Dabei konnte er im letzten halben Jahr seit dem er im Amt war, dieses nicht ein Mal ausüben.

Ein Teil seiner AfD-Fans – die ihn ja eigentlich aus der Partei ausschließen wollen* – hat sich auch vor dem Rathaus getroffen. Die ganze Szene wurde durch Zivilpolizei beobachtet.

Nachdem sich die Bezirkvertretungssitzung langsam hinzog, immer wieder u.a. vom AfDler Maik Klaus durch zum Teil unnötige Wortbeiträge unterbrochen, kam es dann unter dem Tagesordnungspunkt 4.4. zur Abstimmung, bei der keine Diskussion oder Aussprache zugelassen ist.

Im Vorfeld hatten alle 15 Vertreterinnen von SPD, CDU, Grüne, UWG, Linke und Wattenscheider Chance den Antrag auf Abwahl eigenhändig unterschrieben. Bei der Wahl waren diese 15 Personen anwesend sowie 3 der AfD (ein Mitglied fehlte entschuldigt).

Dann ging alles ganz schnell: um 17:19 wurde der Tagesordnungspunkt aufgerufen und der Bürgermeister fragte nach Enthaltung, Zustimmung und Ablehnung. Um 17:20 stellte er fest, dass Cedric Sontowski abgewählt ist mit 15 zu 3 Stimmen.

Der nächste TOP war die Wahl der neuen 2. stellvertretenden Bürgermeisterin. Einzige Kandidatin war Frau Katja Kanthack von der UWG. Eigentlich wollte Oliver Buschmann (Grüne) auch kandidieren, aber nachdem es zur Bildung einer Fraktion von Grünen und Die Linke kam, zog hierbei die CDU nicht mit und Buschmann verzichtete auf eine Kampfkandidatur um die Neuwahl sicherzustellen.

Es wurde ein Wahlausschuss bestimmt, die Bezirksvertreterinnen wurden in den kleinen Sitzungssaal gebeten, um dort ihre Stimme abzugeben. Nach ca. 20 Minuten stand auch hier das Ergebnis fest: Mit 11 Stimmen wurde Frau Kanthack ins Amt gewählt, nicht ganz so eindeutig, wie vorher bei der Abwahl.

… statt 2. stellvertretender Bürgermeister nun chillen auf der Bank

* Der Parteivorstand hat einen Antrag auf ein Parteiausschlussverfahren beim Landesschiedsgericht gestellt, nachdem Sontowski bei Streitereien den Kreissprecher und Landtagsabgeordneten Christian Loose als „Hurensohn“ bezeichnet haben soll. Anschließend soll er ihm gedroht haben: „Du kannst deinen Kindern andere Namen geben. Ich werde sie finden. Bisher habe ich dich in deiner Straße leben lassen. Ich mach dich kaputt“.